Bei der EBSA Europameisterschaft 2026 in Sofia war der ÖSBV mit vier Athleten vertreten. Während einige Ergebnisse auf den ersten Blick nicht das gesamte Leistungsniveau widerspiegeln, konnten die österreichischen Athleten mit starken Frames, engen Begegnungen und erfolgreichen Auftritten wichtige internationale Erfahrungen sammeln.
Eine besonders erfreuliche Bilanz kann Mario Bodlos ziehen. Gemeinsam mit Jérôme Liedtke verpasste er im Teambewerb zwar denkbar knapp den Aufstieg, nachdem die entscheidende Partie im letzten Frame verloren ging. Dafür gelang dem Steirer sowohl im 6-Reds-, wo er mit zwei Siegen den zweiten Platz in seiner Gruppe und anschließend einem Erfolg im erstes K.-o.-Match Rang 17 erreichte. m Shootout gelang ihm ebenfalls der Sprung über die erste K.-o.-Runde, womit er auch hier den Bewerb auf Rang 17 beendete.
Mit drei Top-20-Platzierungen und mehreren erfolgreichen Auftritten hat Mario damit viel Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben gesammelt. Die starken internationalen Leistungen sorgen für zusätzlichen Schwung im Saisonfinish der Austrian Snooker League und geben gleichzeitig positive Impulse für die Meisterschaften zu Beginn des kommenden Jahres. 
Mario Bodlos; © ÖSBV
Für den international erfahrenen Jérôme Liedtke verlief das Turnier hingegen etwas durchwachsener. Gemeinsam mit Mario Bodlos verpasste er im Teambewerb nur knapp den Einzug in die K.-o.-Phase. Nach einem Sieg und zwei Niederlagen fiel die Entscheidung im entscheidenden Match erst im letzten, äußerst engen Frame.
Im 6-Reds-Bewerb blieb Liedtke ein Walkover-Sieg, womit er den dritten Platz in seiner Gruppe und Rang 39 in der Gesamtwertung erreichte. Auch im abschließenden Shootout war bereits in der ersten Runde nach einer neuerlich knappen Niederlage Endstation.
Für den langjährigen österreichischen Top-10-Spieler gilt es nun, die Erfahrungen aus Sofia mitzunehmen und in den kommenden nationalen und internationalen Bewerben in entsprechende Ergebnisse umzusetzen.
Für Emil Becker waren die Europameisterschaften der erste internationale Einsatz im ÖSBV-Gilet. Die Platzierungen – Rang 58 im 6-Reds-Bewerb und Rang 19 gemeinsam mit Josef Wimmer im Teambewerb – werden seiner gezeigten Leistung allerdings nicht gerecht.
Vor allem im 6-Reds-Bewerb zeigte der Wiener großes internationales Potenzial. Zwei äußerst knappe Niederlagen gegen auf dem Papier favorisierte Gegner verhinderten ein besseres Abschneiden. Bemerkenswert war zudem, dass er sowohl im Einzel als auch im Teambewerb in jedem seiner Matches zumindest einen Frame gewinnen konnte.
Damit hinterließ Emil bei seinem internationalen Debüt einen überzeugenden Eindruck und konnte aufzeigen, dass mit ihm auch bei zukünftigen internationalen Einsätzen zu rechnen sein wird.
Auch Josef Wimmer kann auf eine insgesamt positive erste Europameisterschaft zurückblicken. Im 6-Reds-Bewerb erreichte er mit einem Sieg den dritten Platz in seiner Gruppe und beendete das Turnier auf Rang 39. Gemeinsam mit Emil Becker zeigte er auch im Teambewerb großen Einsatz. Obwohl die gute Team-Leistung in einzelnen Frames nicht mit einem Matchsieg belohnt wurde, konnte der Oberösterreicher wertvolle Erfahrungen auf höchstem europäischem Amateurlevel sammeln.
Die Ergebnisse in Sofia zeigen einmal mehr, wie eng die internationale Konkurrenz auf diesem Niveau beieinanderliegt. Mehrere österreichische Begegnungen wurden erst in entscheidenden Frames entschieden, während insbesondere im 6-Reds- und Shootout-Bewerb starke Leistungen und gute Platzierungen erreicht werden konnten.
Für das österreichische Quartett bietet die Europameisterschaft damit eine wertvolle Grundlage, um die gewonnenen Erfahrungen in die kommenden nationalen und internationalen Bewerbe mitzunehmen.
Ergebnisse EBSA 2026 Sofia | 6 Reds | Teams |Shoot-out
Titelbild: E. Becker, J. Wimmer, J. Liedtke, M. Bodlos



