Pankaj Advani gewinnt World-Billiards-Weltmeisterschaft 2026; Carl Walter Steiner mit Vorrundenaus

Bei der heurigen World-Billiards-Weltmeisterschaft, die im englischen Walsall im Landywood Snooker Club ausgetragen wurde, heißt der Sieger Pankaj Advani aus Indien. Mit einem schlussendlich deutlichen Finalerfolg über den Engländer Rob Hall sichert sich Advani, der im Lauf seiner Karriere neben Billiards auch im Snooker beachtliche internationale Erfolge feiern konnte, nach langer Zeit wieder die legendäre John Roberts Trophy, die im Weltsport Berichten zufolge die älteste noch vergebene Siegestrophäe darstellen soll.


Rob Hall, Pankaj Advani; © World Billiards

Pankaj Advani sicherte sich einen Platz im Endspiel mit einem Halbfinalsieg gegen WBL-Seriensieger und Titelverteidiger Dave Causier (ENG), der sich beim English Open, das direkt vor der Weltmeisterschaft am selben Ort stattfand, noch den Titel gegen den zweiten WM-Finalisten Rob Hall sichern konnte. Hall wiederum, der auch schon das ÖSBV-Billiards-Team gecoacht hat, warf im Halbfinale den für Singapur spielenden mehrfachen Exweltmeister Peter Gilchrist nach toller Aufholjagd aus dem Bewerb. 

Bemerkenswert ist auch, dass bei der heurigen Weltmeisterschaft sechs der sieben Spieler, die bereits Breaks jenseits von 1000 Punkten erzielen konnten, am Start waren. Dazu zählen neben Dave Causier, Peter Gilchrist, Pankaj Advani und Mike Russell (ENG), der beim heurigen WBL Matchplay im Frühjahr sein Comeback auf der internationalen Turnierbühne gab, auch die indische Billiards-Legende Geet Sethi und der jüngste aller 1000-Breaker, Peter Sheehan aus England. Er schaffte den Sprung in diesen elitären Kreis heuer ebenfalls im Landywood Snooker Club. Der siebte Spieler, dem dieses Kunststück gelang, ist der Inder Michael Ferreira, der seine aktive internationale Laufbahn bereits beendet hat.


Carl Walter Steiner; © Neville Ward

Unter all diesen Legenden und im – wie man sagt – stärksten Starterfeld, das ein WBL-Turnier womöglich jemals aufzubieten hatte, befand sich auch der heuer einzige österreichische Teilnehmer, Carl Walter Steiner. Der vor den beiden Bewerben in Walsall an 21. Stelle gelegene Wiener verliert nach einem Matchsieg als Gruppenvierter im English Open und einem sieglosen Auftritt im WM-Bewerb zwar zehn Ranglistenplätze, aber auch der 31. Platz ist für einen ÖSBV-Spieler eine tolle Positionierung neben all den Weltklasseakteuren. Auch der amtierende und mehrfache Staatsmeister Martin Schmidt und der Staatsmeister des Jahres 2011, Patrick Stegmeier, konnten, obwohl sie heuer nicht dabei waren, ihre Top-100-Positionen halten.

Die WBL-Saison findet Ende November ihre Fortsetzung mit dem British Open, das auch in Landywood ausgetragen wird. Die Führung in der aktuellen Weltrangliste hält Peter Gilchrist.

Titelbild: WBL-Präsident Paul Lloyd, Pankaj Advani, WBL-Direktor und TD Aonghus McAnally; © WBL

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