Oskar Charlesworth sichert sich Jahreswertung 2026; Ankündigung zur Systemänderung ab 2027

Der amtierende Staatsmeister, Oskar Charlesworth (HSEBC), sichert sich wie im Vorjahr die Jahreswertung im heimischen Snooker der Allgemeinen Klasse und geht somit als Titelverteidiger und Favorit in die kommende Staatsmeisterschaft, bevor mit Saisonbeginn 2027 adaptierte Turnierformate und ein neues Ranglistenpunktesystem zur Anwendung kommen wird.

Endrangliste ASL AK 2026

Hier bereits vorab ein Überblick über die Änderungen, die rechtzeitig vor Beginn der kommenden Saison mit dem neuen Sportreglement veröffentlicht werden:

Austrian Snooker League (Grand Prix, Challenge, Qualifier)

Grand Prix:
– GP24: 24 Teilnehmer:innen (statt bisher 16);
– Die Top 24 der Endrangliste 2026 (GP24) haben für die erste Saisonhälfte 2027 Fixstartplätze (siehe Einfärbung in der Rangliste).
– Ein Nachrücken über die Rangliste ist für ÖSBV-Vereinsathlet:innen möglich
– Nach jeder Halbsaison werden die Fixstartplätze gemäß Rangliste neu festgelegt, wobei die jeweils besten Athlet:innen aus den vier Regionen außerhalb der GP24 einen Fixstartplatz für kommende Saisonhälfte erhalten.
– Die Halbfinalist:innen des vorangegangenen Grand Prix (sofern außerhalb der GP24) erhalten zukünftig keinen Fixstartplatz für den nächsten GP, würden bei Nachbesetzung aus der RL (sofern nicht alle der GP24 für einen GP nennen) vorrangig behandelt.
– Die Top 8 nach jeder Runde dürfen in der darauffolgenden Runde nur Grand Prix spielen. Spielen sich Athlet:innen außerhalb der GP24 innerhalb einer Halbsaison in die Top 8, verdrängen sie die zum relevanten Zeitpunkt am schlechtesten platzierten GP24-Athlet:innen aus dem elitären Bereich, wobei der GP24-Status daraufhin bis zum Ende der Halbsaison erhalten bleibt.

Challenge: 
– Die Ränge 1, 2 und 3 (bisher Halbfinalist:innen) einer Challenge erhalten für die kommende Challenge einen Fixstartplatz, ebenso die Qualifier-Sieger:innen dieser Runde.

Qualifier:
– Die Sieger:innen der Qualifier erhalten einen Fixstartplatz für die kommende Challenge, sofern sie die im SR vorgeschriebenen Kriterien bereits zum Nennschluss dieses Qualifiers erfüllen. Erfüllen sie diese nicht, erhalten maximal die Zweitplatzierten noch den Aufstiegsplatz, sofern diese alle Kriterien erfüllen.
– Pro Qualifier gibt es somit nur noch einen fixen Aufstiegsplatz in die Challenges, pro Region weiterhin maximal 4 Aufstiegsplätze (sofern mindestens 4 Qualifier gespielt werden) pro Runde. Änderung: Bisher wurden die 4 Aufstiegsplätze pro Region unabhängig von der Anzahl der ausgetragenen Qualifier aufgeteilt.

Die Kriterien zu den Aufstiegsplätzen kommen bereits vor der ersten Runde 2027 zur Anwendung, damit die Umstellung dementsprechend zum Saisonwechsel vollzogen werden kann. Außerdem wird im neuen Sportreglement definiert sein, wie ehemalige Österreichische Staatsmeister der AK nach Phasen der Abwesenheit in die Austrian Snooker League reintegriert werden. Bei Athlet:innen, die von einem Profi-Status zurückkommen, wird für das aktuelle und folgende Halbjahr eine Wildcard für den GP (entsprechend Top8-Status) vergeben, wobei der Wildcard-Status verfällt, sobald vor dem folgenden Halbjahr der Top8-Status über die Rangliste erreicht wurde. Ehemalige Österreichische Staatsmeister der Snooker AK erhalten bei Wiedereinstieg für das aktuelle und folgende Halbjahr eine Wildcard für die CH, wobei der Wildcard-Status verfällt, sobald vor dem folgenden Halbjahr der GP24-Status über die Rangliste erreicht wurde. Sobald die Wildcardregelung das erste Mal in Anspruch genommen wurde, ist sie maximal für 2 Spielzeiten (die laufende Saison inkludiert) gültig.

Ranglistenpunktesystem:
Das neue Ranglistenpunktesystem basiert auf dem FIS-Punkteschema, per Multiplikatoren werden die jeweiligen Punkte einer Sparte berechnet (GP x12, CH x3, MAS x2, Qualifier/DAM/DOP/BIL x1). Mit Beginn der Saison 2027 werden Ranglistenpunkte nur noch entsprechend den für Turniere angelegten Rastern vergeben. Das bedeutet, dass tatsächliche TN-Anzahl die zu errechenden Ränge und in weiterer Folge Punkte nicht nachträglich beeinflussen kann.
Beispiel: Für ein Turnier, für das ein 16er-Raster angelegt wurde, nennen nur 10 TN. Es kommt somit in der L16-Runde nur zu zwei Spielen. Die Sieger dieser beiden Spiele kommen ins Viertelfinale, die Verlierer spielen ein Platzierungsspiel. Trotz der geringenen Anzahl an TN werden im Platzierungsspiel nun die Plätze 9/13 und nicht 9/10 ausgespielt.

Bei der ASL und bei den Masters werden die Gesamtpunkte der Endranglisten 2026 ins Jahr 2027 mitgenommen und im Laufe der Saison abgebaut, nach der ersten Runde um 1/6, nach der zweiten um 1/5 usw. Gleichzeitig werden die einzelnen Punkte aus den 6 Runden der Vorsaison auf Null gesetzt. Diese Handhabung soll zu große Verschiebungen durch die Punktesystemänderung möglichst verhindern.

Die Änderungen im Ranglistensystem passieren in Vorbereitung auf die ab 2028 geplante automatisierte Ranglistenerstellung, dann sollen in allen Ranglisten die Gesamtpunkte aus dem Vorjahr wie oben beschrieben Runde für Runde abgebaut und die Punkte der einzelnen Runden zu Beginn einer Saison auf Null gesetzt werden. Dies passiert auch als Maßnahme im Zusammenhang mit dem Wegfallen der Streichresultate ab 2027.

Alle Turniere neben der Austrian Snooker und Austrian Billiards League, also Damen, Masters, Unter 21, Doppel, Vereine etc. werden künftig unter dem Titel Austrian Snooker Circuit zusammengefasst.