Österreich holt 11 Punkte mit Topleistung von Carl Walter Steiner; England gewinnt Four Nations Billiards International 2025

Das diesjährige Four Nations Billiards International, ein Ländervergleichskampf zwischen Rekordsieger England, Irland, Nordirland und Österreich, wurde erstmals im Coach Club in Royal Hillsborough, Nordirland, ausgetragen.

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Während England (58 Punkte) seiner Favoritenrolle gerecht werden und erneut die Trophäe erobern konnte, schaffte es Österreich auch diesmal, als kleines Zünglein an der Waage mit vereinzelten Punktgewinnen das Duell um den Tuniersieg mitzubeeinflussen. Nordirland schaffte beim Heimevent mit 46 Punkten schließlich Platz zwei vor Irland (29).


Team Nordirland; vorn v. l.: Kenny Campbell, Paul Lindsay, Gerard Catney, Eugene Rogan, Christian Kirk, Dom Halligan (C); hinten v. l.: Alastair McDonald, Tommy Hunter; © Gordon Boomer


Team Irland: Aidan Murray, John Kehoe, John Downey, Larry Drennan, Robert McCrum, Jason Dowling (C); © Gordon Boomer

Aus dem österreichischen Team stach diesmal Carl Walter Steiner, der aktuell 43. der World-Billiards-Weltrangliste, mit einer ausgezeichneten internationalen Leistung hervor. Neben dem Beisteuern von sieben der elf gewonnenen Teamzähler gelang dem Billiards-Routiner auch das höchste teaminterne Break mit einer Serie von 93 Punkten, womit er nur knapp an seinem ersten Turnier-Century vorbeischrammte.


Team Österreich: Josef Wimmer, Patrick Stegmeier (C), Christian Pleschko, Carl Walter Steiner, Patrick Russ; © Gordon Boomer

Die restlichen vier Punkte sicherten dem Team Four-Nations-Debütant Patrick Russ und der aktuell Zweitplatzierte im heimischen Billiards-Ranking, Patrick Stegmeier. Beide konnten jeweils zwei Punkte erspielen. Für Josef Wimmer, in dieser Saison Ranglistengewinner in der Region Mitte, und Christian Pleschko aus Oberösterreich reichte es bei einigen sehr knappen Partien schlussendlich leider zu keinem Punktgewinn.

In Abwesenheit von Staatmeister Martin Schmidt schaffte das um einen Spieler dezimiert angetretene heimische Team nur um zwei Gesamtpunkte weniger als im Vorjahr (13) und darf somit motiviert ins kommende Jahr vorausblicken, wenn dann in hoffentlich stärkster Besetzung wieder die 20-Punkte-Marke als realistisches Minimalziel ausgegeben werden kann.

Englands Teamkapitän Rob Hall, Nr. 3 der Weltrangliste, sorgte mit dem höchsten Break des Bewerbs (550) gegen Patrick Russ für ein wahres Highlight und bescherte dem Oberösterreicher gleichzeitig eine Lehrstunde in Sachen feinsten Billiards-Spielaufbaus mit all seinen Facetten.


Rob Hall; © Bill Lindsay, world-billiards.com

Ein herzlicher Dank geht an Turnierleiterlegende Clive Scott (ENG) und dessen nicht weniger legendären Assistenten Brendan Devlin (IRL) für deren harte Arbeit rund um den jährlich ausgetragenen Bewerb. Ebenso nicht unerwähnt soll auch die unermüdliche Leistung der Referees aus England bleiben, die es gemeinsam mit zahlreichen freiwilligen Teilnehmern schafften, dass alle Spiele des Wochenendes mit einem Referee besetzt werden konnten.


Chris Ellis (Ref), Clive Scott (TD), Steve Harrison (Ref), Brendan Devlin (Assistant TD), Martin O’Reilly (Ref); © Gordon Boomer

Vielen Dank an den nordirischen Verband für die tolle Gastfreundschaft und Organisation rund um den Event, der 2026 nun nach Irland weiterzieht.

Ergebnisse:

Titelbild: Team England; vorn v. l.: Chris Achilles, Darren Kell, Rob Hall (C), Gary Norman, Martin Gawthrop; hinten v. l.: Terry McAdam, Nathan Mann; © Gordon Boomer